Wie lese ich einen Bebauungsplan?
Planzeichen
Die Planzeichnung ist nach festen Regeln aufgebaut
Normalerweise ist der wichtigste Teil eines Bebauungsplans eine Planzeichnung, die den wesentlichen Teil der Planungsabsichten für ein Gebiet enthält. Zu erkennen ist darauf also, welche Flächen bebaut werden dürfen, welche freigehalten werden sollen, welche dem Verkehr dienen usw.
Um diese Zeichnung verständlich oder "lesbar" zu machen, wird ihr eine Zeichenerklärung oder "Legende" beigefügt. Dort sind die Festsetzungen in der Planzeichnung erläutert. Viele dieser Zeichen kommen immer wieder vor. Deshalb gibt es eine Planzeichenverordnung, welche die Planzeichen oder Symbole enthält, die im ganzen Bundesgebiet einheitlich verwendet werden sollen.
Da nicht alle Planungsabsichten eines Bebauungsplans zeichnerisch festsetzbar sind, gehören zu einem Bebauungsplan meist auch textliche Festsetzungen.
Die Planzeichnung kann farbig oder schwarz-weiß sein. Sie wirkt oft sehr abstrakt und ist für Laien schwer lesbar. Es ist daher üblich, für bestimmte Planungsabsichten "Beipläne" anzufertigen, zum Beispiel um die Form der Bebauung zu veranschaulichen. Da solche Pläne gerade wegen ihrer Anschaulichkeit im Mittelpunkt des Interesses stehen, ist es wichtig zu wissen, dass sie nicht verbindlicher Bestandteil der Bauleitplanung sind. Der Plan, der die Möglichkeiten der künftigen Entwicklung darstellt, ist einzig und allein der Bebauungsplan, bestehend aus Planzeichnung und textlichen Festsetzungen.

